Besonderheiten bei Albinismus
Ein
scheinbares Problem, welches Patienten mit Albinismus und grauem Star gehäuft
hören, ist, daß die Blendungsempfindlichkeit nach Linsenentfernung zunehme. Dies
stimmt theoretisch (die Linse nimmt Streustrahlung auf), aber bei grauem Star
stimmt es praktisch nicht. Es ist sogar das Gegenteil der Fall, die getrübte Linse
verursacht durch die Streuung des Lichtes sogar eine deutlich erhöhte Blendungsempfindlichkeit
und eine Beseitigung der Trübungen führt zur Verminderung der Blendung. Zudem
gibt es noch spezielle Kunstlinsen, die am Rand eingefärbt sind. Durch diese am
Rand getönten Linsen kann eine deutliche Verringerung der Blendungsempfindlichkeit
erreicht werden. Eine Einpflanzung einer solcherart gefärbten Linse bei gesunder,
also klarer eigener Augenlinse geht jedoch nicht, da die Einpflanzung ja genau
an den Ort der eigenen Augenlinse erfolgt.
Zusammenfassung
Der graue Star (Cataract) ist eine in der Regel altersbedingte Trübung der eigenen
Augenlinse, die hinter der Iris sitzt. Bei älteren Menschen ist es eine häufige
Erkrankung die Folgen sind verstärkte Blendungsempfindlichkeit und verschlechterte
Sehschärfe die Operation des grauen Stars ist heute ein Routineeingriff in der
Augenheilkunde mit nur geringer Belastung für den Patienten und geringem Risiko.
Die getrübte eigene Linse wird durch eine Kunstlinse ersetzt. Der Eingriff hat
beim Patienten mit Albinismus kein erhöhtes Risiko und keine erhöhte Rate an Komplikationen,
er kann genauso durchgeführt werden wie bei anderen Patienten. Bei starker Blendungsempfindlichkeit
kann eine am Rand getönte Kunstlinse eingesetzt werden, um die Blendung zu vermindern.